Erstaufführung Gianni Schicchi

Weil es schon spät ist fasse ich mich kurz: Die Aufführung hat der Operntruppe und dem Orchester Riesenspaß gemacht, und von dem vielen Applaus schließe ich, dass es dem Publikum genauso ergangen ist :-)

Update (25.06.2009 19:30): Hier noch ein paar mehr Impressionen der Aufführung, erstens bei den Ruhrnachrichten, und zweitens vor Ort von einem Kommilitonen gefilmt :-)

Gianni Schicchi in der Lokalzeit

Da es schon spät ist und morgen heute Abend Erstaufführung ist werde ich mich kurz fassen. Letzten Donnerstag haben wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Physik zwischen Brötchen und Borussia” nach dem Vortrag “die Innensaite des Klangkörpers” eine konzertante Aufführung (also ohne Schauspiel) der Oper gegeben. Trotz der schwierigen Bedingungen (Durchzug, kaum Blickkontakt zum Dirigenten, nicht für ein Konzert ausgelegter Saal, …) hat es recht gut geklappt, und der (leider nur) halbvolle Hörsaal hat uns 3 Mal wieder reingerufen. Heute Abend war die Generalprobe, und obwohl sie recht lang gedauert hat, bin ich für die Aufführungen Mittwoch und Samstag sehr zuversichtlich. Der WDR hat uns dabei auch besucht, und live in der Sendung Lokalzeit gesendet, das Ergebnis könnt ihr hier unten sehen. Mehr Infos zu den Konzerten gab es hier schon vorher bei der Konzertankündigung: Gianni Schicchi, wir freuen uns über jeden Besucher, ein Besuch lohnt sich! :-)

Ein alter bekannter im Fernsehen

15 Jahre lang konnte ich ihn jeden Tag aus dem Fenster meines Zimmers in Mittenimnichtshausen sehen, den Puy de Dôme. Aktuell kann man ihn auch noch im Fernsehen betrachten, in dieser Werbung von Volvic, gegen 0:12, der große Vilkan im Hintergrund. Der Vulkan im Vordergrund, der kurz darauf “aufgeht”, ist der Puy de Parioux, und auf dem kann man wunderbar wandern gehen. Diese Wanderung kommt jetzt auf meine ToDo-Liste für meinen nächsten Besuch in Frankreich, jawohl! :-)

Konzertankündigung: Gianni Schicchi

Flyer Gianni Schicchi

Flyer Gianni Schicchi

So, jetzt wo ich auch den digitalen Flyer für die Konzerte des UniOrchesters der TU Dortmund, bei dem unter anderem auch Gianni Schicchi aufgeführt wird, kann ich den auch mit euch teilen :-) Die Konzerte finden wie schon angekündigt an den 24.06. und 27.06. statt, jeweils im Audimax der TU Dortmund und im Konzerthaus Dortmund. In der ersten Hälfte werden Werke von Berio und Monteverdi aufgeführt, und in der zweiten Hälfte spielen und singen wir Gianni Schicchi von Puccini. Karten für das Konzert im Konzerthaus gibt es bei der Internetpräsenz des Selbigen, aus der Seite des Konzertes. Wir freuen uns natürlich alle über zahlreiches Erscheinen :-)

Nachtrag (15.06.09 12:10): Mehr Infos gibt es auch noch auf den Seiten der Fakultat für Kunst- und Sportwissenschaften der TU Dortmund: Italienisches Triptychon im Juni.

Sitzprobe zu Gianni Schicchi erfolgreich!

Kurz vorweg: Eine Sitzprobe ist eine Probe mit allen musikalisch an einer Oper beteiligten Personen, meistens Orchester samt Dirigent und Sänger, gegebenenfalls auch Chor. Wir, also die Gianni Schicchi “Crew”, hatten also heute unsere erste und leider auch letzte Sitzprobe. Es ist leider aus verschiedenen organisatorischen und persönlichen Gründen früher, öfter oder mit wirklich allen (es gab sowohl im Orchester als auch bei den Sängern leere Stühle) zu proben. Ich hätte mir für diese Oper auch ein paar mehr gemeinsame Proben gewünscht, weil es eine musikalisch sehr anspruchsvolle Oper ist, und sowohl das Orchester als auch die Sänger größtenteils aus “Amateuren” (In dem Sinne, dass nur wenige diese Tätigkeit aktuell lernt oder gar beruflich ausübt) bestehen. Nichtsdestotrotz haben wir versucht aus der heutigen Probe das Beste zu holen, und ich denke, dass es uns gelungen ist!

Musikalisch hat also alles gepasst, oder zumindest gab es keine gravierenden Probleme, die nicht in der nächsten Woche noch beseitigt werden könnten. Mal sehen, wie das wird, wenn wir noch die Szene einbringen! Das wird allerdings erst am 16.06. bei der Generalprobe stattfinden (wer mal in eine Generalprobe reinschauen will kann sicher kommen, wenn nicht zu viele andere die gleiche Idee haben, gegebenenfalls ganz unten auf “Kontakt” klicken und mir eine Mail schreiben), und da wird sicherlich noch einiges schief gehen (bei einer Generalprobe passiert immer etwas).

In der Zwischenzeit möchte ich schon mal ein bisschen Werbung machen, und zwar finden die 2 Aufführungen am 24.06. im Audimax der TU Dortmund und am 27.06. im Konzerthaus Dortmund statt, wer es noch nicht getan hat sollte es sich schnell in seinen Kalender schreiben! :-)

Üben oder auskurieren?

Irgendwie ist heute mal wieder ein Tag mit schlechten Gewissem: Egal was ich mache, ich werde ein schlechtes Gewissen haben… Morgen haben wir mit der Operntruppe unsere erste, und leider auch letzte, Sitzprobe mit dem Orchester, und dafür sollte ich noch etwas üben. Dazu hätte ich heute sogar Zeit, allerdings würden mein Hals und meine Stimme mir das wahrscheinlich nachhalten, weil ich gerade noch etwas erkältet bin, und zusätzlich zur Probe morgen heute noch ein Konzert habe. Ich kann mir also aussuchen mich zu ärgern, weil ich nicht geübt habe, oder weil ich mir für die nächsten paar Tage die Stimme versinge, tolle Wurst :-?

Hilfe, nur noch 3 Wochen!

Irgendwie bin ich mir sicher, dass meine Eltern es schaffen werden mich ein ganz kleines Bisschen dafür zu hassen, aber ich bin sehr sehr sehr sehr (ich mache jetzt nicht weiter, das fällt sonst auf…) aufgeregt, viel mehr als zum Beispiel für mein Abi, oder meine mittlere Reife, mein Führerschein, oder was auch immer. Gut, vielleicht nicht sooooo viel mehr als bei meinem Führerschein (ich bin in Mittenimnichtshausen aufgewachsen, das ist zwar sehr schön da, aber ohne Auto kommt man nicht weit), aber auf jeden Fall mehr als jegliche schulische und akademische Leistung, die ich bis jetzt erbracht habe. (Ohne zu sehr divergieren zu wollen: Das liegt sicherlich daran, dass die Schule bzw. das Abitur mich nie wirklich (über)gefordert haben, ich es entsprechend langweilig fand und nichts dafür getan habe, oder die Sachen mich wenn überhaupt nur marginal interessiert haben, und ich nicht genug dafür getan habe, oder schlicht und ergreifend eine zu kurze Aufmerksamkeitsspanne, oder wahrscheinlich eine Kombination aus dem Ganzen.)

Jetzt schreibe ich schon einen ganzen Absatz über meine Aufregung, vielleicht sollte ich auch mal sagen, weswegen ich so aufgeregt bin… In 3 Wochen ist die erste Aufführung der Oper! Falls die “letzte” Generalprobe (GP) auch noch zur öffentlichen GP wird, sind es sogar nur noch 2 Wochen. Die Aufregung kommt auch nicht nur von der “Aufführungsangst” (Kann ich meinen Text gut genug? Werden die szenischen Effekte alle gut rüberkommen? Werde ich da fit genug sein? Wenn ich jetzt schon so aufgeregt bin, was für ein Nervenbündel werde ich dann bei der Aufführung sein? Kann ich mich nach der Aufführung überhaupt noch bei meinem Professor für theoretische Informatik, der so von der Oper begeistert ist, blicken lassen?…), die wahrscheinlich irgendwo normal ist, und die ich vor Konzerten immer hatte (obwohl natürlich nicht in dem Maße, ich war ja bis jetzt nur einmal Solist), die Aufregung kommt auch von der Vorfreude auf die Oper (das wir toll!!!), und von der Unsicherheit wer jetzt von meiner Familie alles kommt.

Zu meinem engeren Familienkreis, also Geschwister und Eltern, muss ich hier noch nachtragen, dass dieser Teil meiner Familie 900km weit weg von mir wohnt, weil die in Mittenimnichtshausen geblieben sind. Der Ort heißt natürlich nicht so, aber um es schnell und grob zu erklären: das liegt im Zentralmassiv in der Nähe von Clermont-Ferrand (wer Französisch in der Schule hat/hatte und mit der Reihe “Découvertes” gelernt hat könnte das sogar kennen ;-) ), ziemlich in der Mitte Frankreichs. Auch wenn ich vor der letzten Aufführung nicht so viel Zeit für meine Familie hätte, würde ich mich dennoch sehr freuen wenn wenigstens einer meiner Eltern da wäre. Über die restliche Familie (Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins, Großeltern, alles da!) würde ich mich natürlich auch sehr freuen, aber da die entferntesten in Frankfurt wohnen ist es nicht ganz so schwierig die des Konzertbesuchs zu überzeugen.

Ich wollte eigentlich auch noch ein bisschen mehr über die Vorfreude auf die Oper selbst schreiben, insbesondere wie (wider meinen Erwartungen) gut die bisherigen Durchläufe geklappt haben, aber das muss auf den nächsten Beitrag über die Oper warten, schliesslich ist dieser hier schon lang genug :-) Sobald ich Plakate und Handzettel (zu Neudeutsch: Flyer) habe, werde ich diese auch großzügig verteilen und hier damit Werbung machen, bis dahin darf sich aber jeder den 24.06. und den 27.06. merken, da gibt’s dann Aufführungen, jeweils im Audimax der TU Dortmund, und im Konzerthaus Dortmund. Wir freuen uns auf jeden Besucher, ich mich ganz besonders auf euch :-D

Selbsterhaltendes Blogloch

Und schon wieder ist es so lange her, seitdem ich das letzte Mal was von mir zu lesen gegeben habe. Immer wieder wollte ich schreiben, es sind aber in der Zwischenzeit so viele interessante Sachen passiert, unter anderem was die Oper angeht, dass ich gar nicht wusste, wo ich anfangen soll… Genau das ist auch das Problem: Wenn ich ein bisschen “Pause” mache, gewollt oder ungewollt, ist die Schwelle um wieder zu schreiben, und insbesondere wo ich da anfangen soll, so groß, dass ich meistens erst mal nichts mache. Diese Schwelle wird mit der Zeit auch nicht kleiner: Je mehr ich warte, desto weniger kann ich mich entscheiden, ob ich jetzt über meine Abenteuer schreiben soll oder nicht. Das bringt mich zu der Erkenntnis, dass ein Blogloch selbsterhaltend ist! :-)

Singen, mal Solo

Wie man aus den zahlreichen Beiträgen zu diesem Thema lesen kann, singe ich viel: Im Landesjugendchor, im Kammerchor der TU Dortmund, und in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen anderen Chören. Letzte Woche gab es für mich in der Hinsicht eine Premiere: Ich wurde für eine Solopartie zu einem mir bis dahin unbekannten Chor bestellt. Zeit mich darauf vorzubereiten hatte ich auch nicht viel, da der Auftrag erst am Mittwoch davor ausgehandelt bzw. bestätigt wurde, zum Glück war das Stück nicht zu schwer, und ich konnte es mir gut “genug” in den 4 Tagen bis zur Generalprobe am Samstag aneignen.

Das Konzert am Sonntag war für die relativ kleine Kirche gut besucht, und musikalisch brauche ich mich nicht zu schämen, teilweise hatte ich sogar das Gefühl den ganzen Raum alleine zu füllen, obwohl ich nie alleine, also nur mit den anderen Solisten und/oder mit dem Chor, gesungen habe. Ich könnte mich allerdings für meinen eigenen Auftritt selbst schlagen: Ich hatte bewusst weder Krawatte noch Fliege um, weil man mir zur Frage zur Kleiderordnung nur “ganz schwarz” geantwortet hatte (außerdem ist mir mein schwarzes Hemd am Kragen zu eng, wäre also eh schwierig da noch Krawatte oder Fliege zu zu tragen…), irgendwie fühlte ich mich dann trotzdem underdressed, ein Stück habe ich noch mit dem Chor gesungen, bin aber bei einem Stück, bei dem ich nicht gesungen habe, mit aufgetreten, und die 3 Knöpfe an meinem Jackett haben trotz ihrer geringen Anzahl es geschafft mich am Ende des Konzerts (wieder auf die Bühne kommen und verbeugen) zu verwirren. Mein Gesangslehrer hatte dazu allerdings auch mal wieder ein passendes Wort: “Das zeigt, dass du menschlich bist”. Alles in Allem kann es aber gar nicht so schlecht gewesen sein, weil ich nach dem Konzert noch für Karfreitag engagiert worden bin. Vielleicht doch noch der Anfang einer musikalischen Karriere?

Puccini: Schön, aber schwierig

So gut die zwei ersten Proben für die Oper gelaufen sind, so schwierig hat die dritte begonnen. Heute war die erste Probe mit unserer Korrepetitorin, und es war gar nicht gut: Die Oper ist zwar nicht die einfachste, aber wir hatten uns auch nicht gut genug vorbereitet. Im Endeffekt haben wir dann eine halbe Stunde musikalisch geprobt, und nach einer (zu langen) Diskussion doch nur szenisch geprobt. Mit der szenische Arbeit liegen wir zwar gut in der Zeit, und es macht auch richtig Spaß, aber irgendwie hat mir dieser Fauxpas einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

Zur Musik wäre hier noch zu sagen, dass Puccini da auch nicht unbedingt die “leichteste” Musik geschrieben hat. Die Musik, die unter klassische Musik bekannt ist (die Bezeichnung ist mir immer irgendwie zu schwammig, hierfür wird es aber reichen), ist eigentlich mit etwas Übung recht leicht zu singen und schnell erlernbar, weil Musik dieser Zeit recht strengen Regeln und Mustern gefolgt hat. Mit etwas Erfahrung und einer guten Kenntnis der musikalischen Epoche bzw. des Komponisten geht es sogar noch schneller. Puccini hat allerdings Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt und komponiert, und fällt nicht mehr in diesen “klassischen” Rahmen, was seine Musik meines Erachtens etwas abwechslungsreicher und “frischer” macht, allerdings auch Tücken mit sich bringt. Über eine dieser Tücken sind wir heute gestolpert: Im ersten Teil von Gianni Schicchi ist der Schwerpunkt der Musik vom Orchester nicht wie man es erwarten würde auf dem ersten Schlag eines Taktes, aber immer auf der “3 und”, also auf der auftaktigen Achtel, was die Musik gefühlt etwas flotter erscheinen lässt. Das mag sich jetzt ein bisschen nach Nörgelei anhören, aber das macht es extrem schwierig die eigenen Einsätze zu finden, insbesondere wenn 2 oder 3 Stimmen, die in der “Unterhaltung” vorkommen, fehlen.

Naja, noch ist ja nichts schlimmes passiert, und es ist noch weit genug zur Aufführung, um solche Sachen auszubügeln, aber peinlich war mir das schon irgendwie. Ich hoffe dieser Versuch einer musikalischen Probe war uns eine Warnung, und dass es umso besser nächste Woche beim nächsten Versuch die Musik mit einzubinden klappen wird!