Am Freitag war ich beim Informix TechDay 2009 in Straßburg und habe endlich mal ein bisschen mit der Informix Community zu tun gehabt. Informix ist eine in 2001 von IBM aufgekauften Datenbanksoftware, die in dem Unternehmen in dem ich arbeite erfolgreich seit 15 Jahren eingesetzt wird. Meine Erfahrung mit der Software war bis jetzt allerdings nur Installationspaket ausführen, die hier gängigen Optionen anklicken, warten, wie üblich konfigurieren, fertig. Dieses Treffen in Straßburg hat mir jetzt ermöglich ein bisschen über den Tellerrand zu gucken, und mich hoffentlich selbst mehr in das Thema einzuarbeiten. Insbesondere interessant für uns waren die Vorträge über die “neue” Version 11.5 (diese Version ist seit ende April 2008 neu…), weil wir momentan wegen mangelnder Zeit zum testen noch Version 10.0 im Einsatz haben, Version 11.5 aber mit Cluster-, Balancing- und Replizierungsfeatures auftrumpft, die für unsere Benutzungsfälle große Geschwindigkeitsvorteile bringen könnten.
Die nächste Konferenz ist auch schon bald, und zwar ist das die 2009 IIUG Informix Conference, die schon Ende April in der Nähe von Kansas City stattfindet. Diesmal muss ich den Chef vielleicht ein bisschen mehr überreden, aber laut anderen Informix Benutzern, die ich in Straßburg kennengelernt habe, und die schon dort waren, soll sich das wirklich lohnen. Manchen Aussagen zufolge sei die Konferenz sogar besser als eine Informix-Schulung, dafür aber erschwinglicher, das kann ich aber erst bestätigen, wenn ich auch da war
Leider hat mich der Alltag nach der Chinareise viel zu schnell wieder eingeholt: Das Probewochenende mit dem Unichor war sehr schön, und ich habe sogar sehr interessante neue Leute kennen gelernt, aber irgendwie hätte ich mir mehr Zeit gewünscht China noch zu verarbeiten. Wie manche schon gemerkt haben sind noch keine neuen Bilder von der Reise hier erschienen, ich habe aber mehr als 6000 durchzugucken, und davon eine gescheite und aussagekräftige Selektion zu machen geht halt nicht so schnell.
Wie gerade schon erwähnt hat mich nach dem Ausflug des LJCs in China der nächste Chor mitgezogen, diesmal der Unichor der TU Dortmund in die Jugendherberge Hagen. Nicht ganz so touristisch überrannt wie China, trotzdem sehr schön und schnuckelig, und die Laune war da mindestens genau so gut wie beim LJC
Die Fahrerei nimmt auch kein Ende, und zwar fahre ich am Freitag nach Straßburg auf eine Messe für die Arbeit, und auf dem Rückweg halte ich übers Wochenende in Frankfurt an, weil meine Großcousine 3. Grades (oder so) getauft wird. Naja, vielleicht kann ich noch 1-2 Bilder von Straßburg mitbringen
Vorm schlafen gehen noch eine kurze Meldung: Der LJC NRW und das SOD sind heil und gänzlich wieder in Deutschland angekommen. Die Ersten haben sich schon in Frankfurt bei der Gepäckrückgabe verabschiedet, weil mit dem Bus über Essen zurückzufahren ein Umweg gewesen wäre, und nach dem sowohl entspannten (Konzerte zu Ende!) als auch gespannten (Schneller nach Hause!) Flug gab’s die ersten Abschiede, die ersten Herzrisse und Seelenskniffe, und die diesmal endgültige Feststellung, dass diese schöne Chinareise zu Ende ist. Allen merkte man aber auch an: Es ist schön wieder zu Hause zu sein, unter “langen Nasen”, und ohne diesem ständigen Gehupe auf der Straße.
Nach der letzten Busfahrt nach Köln, Duisburg oder Essen dann noch mehr Abschiede, Versprechen sich wiederzusehen, sich zu schreiben, und im Februar noch ein letztes Mal gemeinsam ein Konzert in Duisburg zu spielen. Große emotionale Ausschüttungen gab es nicht, wahrscheinlich durch die Müdigkeit, die dicke Schicht Schnee, und die niedrigen Temperaturen gedämpft, aber es lag diese komische Mischung aus Traurigkeit und Erleichterung in der Luft: Schade, dass die Reise schon zu Ende ist, aber ich will trotzdem endlich wieder in meinem Bett schlafen können!
Mein Auto stand zum Glück auch noch da, und obwohl es unter 20-30cm Schnee schwer auszumachen und aufzumachen war, ist es auch von selbst wieder angesprungen. Nach 20 Minuten entschneien und enteisen kam auch der schwierige Teil: aus dem Stand vom ungeräumten Parkplatz runterkommen, aber auch das hat geklappt. Der Rest war schon fast Routine für LJC Rückfahrten: Über die A40 schleichen, diesmal nur mit 60km/h wegen Schnee- und Glatteisgefahr, A43, A44, Witten, Theresa nach Hause bringen und verabschieden, selbst dann fällt es noch schwer, weiter durch Witten nach Dortmund, die Uni ist in Sicht, und ich bin wieder zu Hause. Gute Nacht.
6:30 der letzte Weckruf, die letzte Dusche, das letzte mal Anziehen, das letzte Frühstück, das letzte Mal auschecken… Danach kommt noch eine Reise mit dem Bus zum Transrapid Terminal, von da fahren die meisten Menschen mit besagtem Transrapid zum Flughafen, das Gepäck wird in den Bussen dorthin transportiert. Zoll, Formalitäten, Einchecken, Einsteigen… All das schon fast vertraut, aber jedes Mal ein die Ursache für ein bisschen Panik und Spannung in einer so großen Gruppe. Heute fliegen wir nach Deutschland zurück, in weniger als 19 Stunden sollten wir in Frankfurt landen.
Gestern Abend war das letzte Konzert, nachdem ich das Konzert vorgestern Abend nicht mitmachen konnte war der Ansporn groß sich noch mal zusammen zu reißen und ein letztes Mal mitzusingen: Das Konzert habe ich noch geschafft, in den Kulissen wäre ich fast zusammen gebrochen, der Sorgen der Anderen zufolge hat man mir das auch angesehen. Für nichts im Leben hätte ich das missen wollen: Nebst des Glücks in einer so tollen Halle zu singen, gab es auch noch den geteilten musikalischen Dank des Chores an seine Dirigenten, auf einmal sollte Christiane zu den Gondolieri einsteigen, und in der “Ode an die Freude” gab es ein paar Takte lang ein “guter [Hermann] über uns”. Nach dem Konzert gab es auch noch eine Menge Danksagungen, die ich jetzt hier nicht wiederholen möchte: Den Betroffenen möchte ich auch noch danken, aber ich denke der größte Dank waren die vielen schönen Worte, die gestern noch dazu erzählt worden.
Irgendwie weiß ich jetzt auch nicht, wie ich meinen letzten Beitrag aus China beenden soll… Deutschland, wir kommen!
Verdammt, jetzt hat’s mich doch auch noch erwischt… Auch wenn die letzten 10 Tage sehr schön waren, sind sie auch sehr stressig gewesen, und die Gesundheit von Orchester, Chor und Dirigenten leidet ein bisschen darunter. 2 Konzerte bleiben noch, heute und morgen Abend, und dafür raffen sich alle noch mal auf, ich denke aber es werden alle erleichtert sein, wenn wir diese hinter uns gebracht haben. Heute Nachmittag fahren wir um 16:00 zum Oriental Arts Center, die Anderen besuchen momentan noch eine Perlenfabrik und den Bund (die “Wall Street” Asiens), und kommen nach dem Mittagessen auswärts wieder zum Hotel. Die restlichen Angeschlagenen und ich kriegen um 12:00 Mittagessen im Hotel, bis dahin lege ich mich noch etwas hin um hoffentlich heute Abend frei genügende Nase und Nebenhöhlen zum singen zu haben.
Kurz noch zum Thema Bilder: Ich habe noch mehr bekommen, auch von den ersten Tagen, und die werden hier noch nachgereicht, allerdings ist die Verbindung ziemlich schlecht… Ich melde mich noch mal, falls es doch noch was wird.
Endlich gibt es Bilder, leider nur von den beiden ersten Tagen, für mehr Sortieren hat die Zeit leider nicht gereicht. Die entsprechenden Einträge habe ich (ungefähr) chronologisch korrekt datiert, diese sind also weiter “unten” im Blog zu finden, ein bisschen Runterscrollen schafft aber Abhilfe.
Hier ist es jetzt kurz nach 1, morgen wird um 7:00 aufgestanden, um 9:00 geht’s weiter nach 上海 (”Shanghai”), irgendwie hat der heutige Tag nicht die Erholung gebracht, die vor den 2 letzten Konzerten nötig wäre: Ich habe mich anscheinend an den durch das Rein- und Rausgehen verursachten Temperaturschwankungen erkältet, mal hoffen, dass es bis Übermorgen auch wieder gut ist.
Gleich geht’s wieder los, diesmal nach 杭州 (”Hangzhou”), und ich habe immer noch keine Zeit gehabt Bilder rauszusuchen und hochzuladen. Ich werde versuchen das Sortieren gleich im Bus nachzuholen, ich befürchte allerdings, dass es vor der (etwas längeren) Fahrt nach 上海 (”Shanghai”) nicht viele sein werden, bzw. dass ich erst dort die nötige Ruhe habe sie hochzuladen.
Jetzt versuche ich schon seit gestern Abend einen Neujahrsvideogruß von Chor und Orchester hochzuladen, aber wir sind wohl hier im Hotel mit der langsamsten Anbindung in der ganzen Gegend gelandet… Das Ergebnis von dem Versuch, der schon seit 8 Stunden dauert, also die ganze Nacht durchging, kann ich euch leider nicht zeigen, weil das Video immer noch nicht fertig hochgeladen ist, sobald wir in einem Hotel sind mit einer gut genügenden Verbindung wird es nachgereicht.
Trotzdem wünsche ich im Namen von Chor und Orchester 新年好 (”Xin nian hao”) und ein frohes neues Jahr 2009!
Update: Das Video ist zwar noch nicht geschnitten, und ich habe jetzt “zu wenig” Internet um es zu kontrollieren, aber ihr solltet die Neujahrsgrüße aus China jetzt sehen können.
Hier noch ein paar Bilder der Proben vor dem ersten Konzert, falls ich noch Fotos des Konzertes ergattere, werden die nachgereicht. Ein schönes Bild von Christiane habe ich jetzt leider nicht parat, das kommt aber sicher bei den nächsten Konzerten auch noch

Forbidden City Concert Hall

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Bühneneingang

Umkleide

Chorprobe in einem separatem Raum...

... während das Orchester auf der Bühne probt.

Bühne mit Orgel

Konzertsaal

Hornsicht

Probe zusammen

Hermann Godland

Peter Barberkoff